Wie melde ich mein Auto nach einem Umzug um?

Nach einem Umzug musst du die neue Adresse in deinen Fahrzeugpapieren unverzüglich eintragen lassen (§ 15 FZV). Eine starre Frist in Tagen nennt die Verordnung nicht. Dein bisheriges Kennzeichen kannst du in der Regel behalten, auch wenn du in einen anderen Zulassungsbezirk ziehst. Die Wohnsitzanmeldung beim Einwohnermeldeamt musst du innerhalb von zwei Wochen nach Einzug erledigen (§ 17 BMG). Prüfe dabei gleich, ob dein Bürgeramt auch die Adresse in den Fahrzeugpapieren ändern kann. Manche Kommunen erledigen beides gemeinsam. Die Verwaltungsgebühren richten sich nach der bundesweit geltenden Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt). Die für deinen Fall geltende Höhe nennt deine Zulassungsstelle.

Welche Unterlagen brauchst du für die Kfz-Ummeldung?

Welche Unterlagen genau verlangt werden, hängt von der Zulassungsstelle und vom Vorgang ab. Entscheidend ist, ob du nur die Adresse änderst, den Zulassungsbezirk wechselst und ob du dein Kennzeichen behältst. Schau vorab auf die Website deiner neuen Zulassungsstelle.

  • Personalausweis mit neuer Adresse (beim Reisepass zusätzlich eine Meldebescheinigung)
  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief): bei reiner Adressänderung und beim Bezirkswechsel mit Kennzeichenmitnahme grundsätzlich nicht erforderlich. Beantragst du beim Bezirkswechsel ein neues Kennzeichen, brauchst du ihn in der Regel. Für alte Fahrzeugbriefe gelten Besonderheiten, die deine Zulassungsstelle erklärt.
  • Nachweis einer gültigen Hauptuntersuchung, soweit erforderlich: durch den Eintrag in Teil I oder den HU-Prüfbericht
  • eVB-Nummer deiner Kfz-Versicherung (elektronische Versicherungsbestätigung), nur falls deine Zulassungsstelle sie für deinen Vorgang verlangt
  • Bei Vertretung: Vollmacht und die von der Zulassungsstelle verlangten Ausweisdokumente
  • Bei Kennzeichenwechsel am Schalter: die bisherigen Kennzeichenschilder zur Entstempelung

Eine neue eVB ist bei einer reinen Adressänderung ohne Halterwechsel nicht generell nötig. Bei einem Wechsel des Zulassungsbezirks verlangen manche Stellen sie dennoch. Schau deshalb in die Unterlagenliste deiner Zulassungsstelle oder ins i-Kfz-Portal. Falls du eine eVB brauchst, bekommst du sie bei deiner Versicherung, meist per App, E-Mail oder Telefon. Frag am besten vor dem Termin nach.

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Ablauf der Kfz-Ummeldung: Schritt für Schritt

Der Ablauf ist überschaubar. Die meiste Zeit kostet erfahrungsgemäß das Zusammensuchen der Unterlagen und die Terminsuche.

  1. Wohnsitz ummelden: Melde dich innerhalb von zwei Wochen nach Einzug beim Einwohnermeldeamt an. Du brauchst dafür die Wohnungsgeberbestätigung (§ 19 BMG). Wer die Frist versäumt, riskiert ein Bußgeld bis 1.000 Euro (§ 54 BMG). Frag dort, ob die Adresse in den Fahrzeugpapieren gleich mitgeändert werden kann.
  2. Versicherung informieren und eVB-Bedarf prüfen: Teile deiner Versicherung die neue Adresse mit. Prüfe in der Unterlagenliste deiner Zulassungsstelle oder im i-Kfz-Portal, ob für deinen Vorgang eine eVB verlangt wird.
  3. Zulassungsstelle wählen: Falls dein Bürgeramt die Fahrzeugpapiere nicht ändert, ist die Zulassungsstelle an deinem neuen Wohnort zuständig. Viele Stellen vergeben Termine online. Manche bieten die Ummeldung zusätzlich digital an.
  4. Ummeldung durchführen: Lege die Unterlagen vor und zahle die Gebühr. Du erhältst eine Zulassungsbescheinigung Teil I mit der neuen Adresse.
  5. Kennzeichen prüfen: Du kannst dein bisheriges Kennzeichen behalten. Neue Schilder brauchst du nur, wenn du ein anderes Kennzeichen möchtest oder die alten Schilder beschädigt sind.

Was kostet die Kfz-Ummeldung?

Die Verwaltungsgebühren richten sich nach der GebOSt und gelten bundesweit einheitlich. Der Gesamtbetrag hängt vom Vorgang ab: Eine Adressänderung im selben Zulassungsbezirk kostet in der Regel weniger als ein Wechsel des Bezirks. Online ist der Vorgang meist günstiger als vor Ort. Dazu können Zusatzgebühren und Auslagen kommen. Den genauen Betrag für deinen Fall nennt deine Zulassungsstelle.

KostenpostenWann fällt er an?
Verwaltungsgebühr der ZulassungsstelleBei jeder Ummeldung, Höhe nach Vorgang (Adressänderung, Bezirkswechsel, online oder vor Ort)
Neue KennzeichenschilderNur wenn du neue Schilder möchtest oder brauchst, der Schilderanbieter berechnet sie gesondert
WunschkennzeichenOptional, mit zusätzlicher Gebühr und gegebenenfalls Reservierungsgebühr
VersicherungsbeitragKann sich durch den neuen Wohnort ändern

Die Kfz-Ummeldung ist im Umzugsbudget ein kleiner Posten. Den größten Teil machen meist Umzugsfirma oder Transporter aus. Als Richtwert (Stand: Oktober 2026) liegt ein lokaler Umzug mit 2 bis 3 Zimmern mit Umzugsfirma bei etwa 800 bis 1.650 Euro. Die Spanne gilt für einen Teilservice im Nahbereich, ohne Zuschläge und Zusatzleistungen wie Packservice. Eine unverbindliche Modellschätzung für deine Angaben bekommst du mit dem Umzugskostenrechner. Den tatsächlichen Preis erfährst du erst durch konkrete Angebote von Umzugsunternehmen.

Frist für die Kfz-Ummeldung: Was gilt?

Nach § 15 FZV musst du Änderungen deiner Halteranschrift unverzüglich mitteilen und die Papiere berichtigen lassen. „Unverzüglich“ heißt ohne schuldhaftes Zögern. Eine feste Tageszahl nennt die Vorschrift nicht. Ein Verstoß kann als Ordnungswidrigkeit verfolgt werden. Wie streng das in der Praxis gehandhabt wird, ist unterschiedlich.

Verwechsle die Kfz-Ummeldung nicht mit der Wohnsitzanmeldung. Dafür gilt eine eigene Frist von zwei Wochen nach Einzug (§ 17 BMG). Die neue Meldeadresse brauchst du in der Regel auch für den Termin bei der Zulassungsstelle. Erledige die Wohnsitzanmeldung deshalb zuerst, es sei denn, dein Bürgeramt ändert die Fahrzeugpapiere gleich mit.

Online-Ummeldung: Geht das digital?

Über die internetbasierte Fahrzeugzulassung (i-Kfz) lassen sich viele Vorgänge online erledigen. Das Angebot unterscheidet sich je nach Zulassungsstelle. Meist brauchst du den Online-Ausweis (eID-Funktion) deines Personalausweises, ein Smartphone oder Kartenlesegerät und ein Nutzerkonto.

Für die reguläre Online-Adressänderung brauchst du außerdem eine Zulassungsbescheinigung Teil I mit freilegbarem Sicherheitscode. Fehlt er, musst du in der Regel zur Zulassungsstelle. Je nach Vorgang können weitere Codes erforderlich sein, etwa bei einem Kennzeichenwechsel. Prüfe vor dem Freilegen die Anleitung des offiziellen Portals deiner Zulassungsstelle. Bietet sie die Ummeldung nicht online an, bleibt der Termin vor Ort.

Versicherung und Kfz-Steuer nach dem Umzug

Teile deiner Kfz-Versicherung die neue Adresse am besten selbst mit und verlasse dich nicht darauf, dass die Information automatisch ankommt. Die Zulassungsstelle gibt die Halterdaten für die Kfz-Steuer an die Zollverwaltung weiter.

Ein SEPA-Mandat brauchst du für die Ummeldung nur, wenn dein Zulassungsverfahren es verlangt. Ändert sich bei einem bereits zugelassenen Fahrzeug die Bankverbindung für die Kfz-Steuer, teile das dem zuständigen Hauptzollamt mit. Im Zoll-Portal gibt es dafür die Funktion „SEPA-Mandat ändern“.

Der Wohnort kann den Versicherungsbeitrag beeinflussen, weil die Regionalklasse in die Berechnung einfließt. Nach einem Umzug kann sich der Beitrag deshalb nach oben oder unten ändern. Ein Tarifvergleich lohnt sich in dieser Phase.

Kurz zusammengefasst

Lass die neue Adresse unverzüglich in die Zulassungsbescheinigung eintragen, am besten direkt nach der Wohnsitzanmeldung. Frag beim Bürgeramt, ob es die Fahrzeugpapiere gleich mitändert. Halte Personalausweis und Zulassungsbescheinigung Teil I bereit. Teil II, eVB und HU-Nachweis brauchst du nur je nach Vorgang. Dein Kennzeichen kannst du in der Regel behalten. Informiere außerdem deine Versicherung über die neue Adresse.

Häufige Fragen

Wie lange habe ich nach dem Umzug Zeit, mein Auto umzumelden?

Du musst die Adressänderung unverzüglich melden (§ 15 FZV). Eine feste Frist in Tagen nennt die Vorschrift nicht. Die Wohnsitzanmeldung beim Einwohnermeldeamt ist davon getrennt und muss innerhalb von zwei Wochen nach Einzug erfolgen (§ 17 BMG).

Was kostet die Kfz-Ummeldung nach einem Umzug?

Die Verwaltungsgebühren richten sich nach der bundesweit geltenden GebOSt. Der Betrag hängt vom Vorgang ab, etwa Adressänderung oder Bezirkswechsel, online oder vor Ort. Zusatzgebühren und Auslagen können hinzukommen. Neue Kennzeichen kosten extra, sind aber nur nötig, wenn du sie tatsächlich möchtest oder brauchst. Die genaue Höhe nennt deine Zulassungsstelle.

Brauche ich nach dem Umzug ein neues Kennzeichen?

In der Regel nicht. Du kannst dein bisheriges Kennzeichen behalten, auch wenn du in einen anderen Zulassungsbezirk ziehst. Neue Schilder brauchst du nur, wenn du ein anderes Kennzeichen möchtest oder die alten Schilder beschädigt sind.

Kann ich mein Auto nach dem Umzug online ummelden?

Das hängt von deiner Zulassungsstelle ab. Viele bieten i-Kfz an. Du brauchst dafür in der Regel den Online-Ausweis, ein Nutzerkonto und eine Zulassungsbescheinigung Teil I mit freilegbarem Sicherheitscode. Prüfe vorab auf der Website der Stelle, ob dein Vorgang online möglich ist.

Welche Unterlagen brauche ich für die Kfz-Ummeldung?

Du brauchst Personalausweis (beim Reisepass zusätzlich eine Meldebescheinigung) und Zulassungsbescheinigung Teil I. Je nach Vorgang kommen Teil II (etwa bei neuem Kennzeichen), ein HU-Nachweis, eine eVB-Nummer, eine Vollmacht oder die bisherigen Kennzeichenschilder hinzu. Welche Unterlagen verlangt werden, steht bei deiner Zulassungsstelle.

Ändert sich mein Versicherungsbeitrag nach dem Umzug?

Das ist möglich, weil der Wohnort über die Regionalklasse in die Prämie einfließt. Teile deiner Versicherung die neue Adresse mit und vergleiche danach die Tarife.

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