Was brauche ich für die Ummeldung nach dem Umzug?

Für die Ummeldung brauchst du einen gültigen Personalausweis oder Reisepass und die Wohnungsgeberbestätigung. Ein ausgefülltes Anmeldeformular verlangen viele Meldebehörden zusätzlich, manche nehmen die Daten direkt am Schalter auf. Du musst dich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug anmelden (§ 17 BMG). Wer die Frist versäumt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro (§ 54 BMG). In vielen Kommunen kannst du einen Termin online buchen und so lange Wartezeiten vermeiden. Ob das bei dir geht, steht auf der Website deiner Stadt oder Gemeinde.

Die Pflicht-Unterlagen für das Einwohnermeldeamt

Diese Unterlagen brauchst du in der Regel für die Anmeldung vor Ort. Maßgeblich ist die Liste deiner Meldebehörde.

  • Personalausweis oder Reisepass (im Original, nicht als Kopie)
  • Wohnungsgeberbestätigung: Dein Wohnungsgeber stellt sie aus. Sie bestätigt, dass du in die Wohnung eingezogen bist.
  • Anmeldeformular: nur nötig, wenn deine Meldebehörde es verlangt. Je nach Kommune gibt es es als PDF zum Ausdrucken, online oder am Schalter. Teilweise werden die Daten direkt vor Ort aufgenommen.

Bring möglichst ein gültiges Ausweisdokument mit. Ist dein Personalausweis abgelaufen, frag die Meldebehörde nach dem Vorgehen. In manchen Kommunen ist die Anmeldung trotzdem möglich. Die Erneuerung des Ausweises erledigst du getrennt. Warte mit der Anmeldung nicht ab, denn die Frist läuft weiter.

Die Wohnungsgeberbestätigung (auch „Vermieterbescheinigung“ genannt) ist seit 2015 vorgeschrieben und soll Scheinanmeldungen verhindern. Dein Wohnungsgeber muss dir den Einzug schriftlich bestätigen, und zwar innerhalb von zwei Wochen (§ 19 BMG). Er kann damit auch eine beauftragte Person betrauen, etwa die Hausverwaltung.

Verweigert dein Wohnungsgeber die Bestätigung oder bekommst du sie nicht rechtzeitig, musst du das der Meldebehörde unverzüglich mitteilen (§ 19 Abs. 2 BMG). Warte deshalb nicht einfach ab. Frag nach dem örtlichen Verfahren. Manche Städte bieten dafür eine Erklärung zur fehlenden Wohnungsgeberbestätigung an.

Kinder unter 16 Jahren meldet grundsätzlich die Person an, in deren Wohnung sie einziehen. Ab 16 Jahren üben Jugendliche ihre Meldepflicht selbst aus. Bei einem gemeinsamen Familienumzug können die Eltern sie mitanmelden. Meldest du mehrere Personen gleichzeitig um, reicht in der Regel ein gemeinsames Formular.

Umzug-Essentials: Das brauchst du wirklich
Profi-Umzugskartons (10er Set) – doppelwandig, doppelter Boden, hält auch schwere Bücher aus.
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Packpapier (100 Bögen) – unbeschichtet, kein Farbabrieb, ideal für Gläser & Geschirr.
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Zusätzliche Unterlagen je nach Situation

Je nach Lebenssituation kommen weitere Dokumente dazu. Die Übersicht zeigt, wer was mitbringen sollte.

Situation Zusätzlich benötigt
Eigentümer (kein Vermieter) Wohnungsgeberbestätigung, die du als Eigentümer selbst ausfüllst
Untervermietung Bestätigung des untervermietenden Hauptmieters, der in diesem Fall Wohnungsgeber ist
WG mit eigenen Mietverträgen Bestätigung des Vermieters oder seines Beauftragten
Kinder mitanmelden Vorhandene Ausweisdokumente der Kinder. Je nach Kommune und Familiensituation zusätzlich Geburtsurkunde, Sorge- oder Aufenthaltserklärung (z. B. bei getrennten Eltern)
Verheiratet / eingetragene Partnerschaft Heiratsurkunde (wird nicht überall, aber manchmal verlangt)
Ausländische Staatsangehörige (EU) EU-Personalausweis oder Reisepass genügt in der Regel
Nicht-EU-Staatsangehörige Nationalpass oder anerkanntes Passersatzpapier, gegebenenfalls zusätzlich aufenthaltsrechtliche Dokumente wie Aufenthaltstitel oder Fiktionsbescheinigung
Anmeldung durch eine bevollmächtigte Person Vollmacht, von dir unterschriebenes Anmeldeformular und Identitätsnachweise nach kommunaler Vorgabe

Die Anforderungen können sich von Kommune zu Kommune unterscheiden. Das gilt auch für die Frage, ob eine Vertretung möglich ist. Prüfe deshalb vorab auf der Website deiner Stadt oder Gemeinde, ob lokale Besonderheiten gelten.

So läuft die Ummeldung in der Praxis ab

  1. Hol dir die Wohnungsgeberbestätigung von deinem Wohnungsgeber, am besten direkt beim Einzug oder kurz danach.
  2. Prüf auf der Website deines Einwohnermeldeamts, ob ein Anmeldeformular verlangt wird. Wenn ja, füll es zuhause aus, sofern es angeboten wird.
  3. Buche einen Termin, wenn die Kommune das anbietet. Ohne Termin musst du mit Wartezeiten rechnen.
  4. Erscheine pünktlich mit allen Unterlagen im Original.

Ein Beispiel: Wer am 1. Mai in eine neue Wohnung einzieht, muss sich bis zum 15. Mai anmelden. Meldest du dich erst im Juni, kann ein Bußgeld fällig werden. Die Höhe legt die Behörde im Einzelfall fest, der gesetzliche Rahmen reicht bis 1.000 Euro.

Nach der Anmeldung bekommst du in der Regel eine Anmeldebestätigung. Bewahre sie gut auf, denn manche Stellen verlangen einen Nachweis über die neue Adresse. Eine separate Meldebescheinigung kann je nach Kommune eine Gebühr kosten.

Online ummelden: Was brauchst du dafür?

Wenn deine Kommune angeschlossen ist und du die Voraussetzungen erfüllst, kannst du die elektronische Wohnsitzanmeldung nutzen. Dafür brauchst du ein Nutzerkonto, etwa die BundID, einen unterstützten Ausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion und PIN, die AusweisApp und gegebenenfalls die Wohnungsgeberbestätigung. Verfügbarkeit und Voraussetzungen prüfst du im offiziellen Portal zur elektronischen Wohnsitzanmeldung.

Diese Fehler solltest du vermeiden

Drei Fehler tauchen beim Gang zum Einwohnermeldeamt immer wieder auf.

  • Wohnungsgeberbestätigung vergessen: Ohne dieses Dokument ist die Anmeldung in der Regel nicht möglich. Frag deinen Wohnungsgeber rechtzeitig. Klappt das nicht, gilt der Hinweis zur Mitteilung an die Meldebehörde weiter oben.
  • Ausweis vergessen oder abgelaufen: Bring ein gültiges Dokument mit. Ist es abgelaufen, klär vorab mit der Meldebehörde, wie sie damit umgeht, und warte nicht einfach ab.
  • Falsches Amt aufgesucht: Du meldest dich beim Einwohnermeldeamt deiner neuen Wohngemeinde an, nicht der alten.

Nach der Ummeldung: Was kommt als Nächstes?

Die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt ist der erste Schritt. Danach folgen weitere Erledigungen.

  • Personalausweis: Lass die neue Anschrift eintragen. Das geht in der Regel bei der Meldebehörde, oft direkt bei der Anmeldung. Im Reisepass steht keine Anschrift.
  • Kfz: Die neue Adresse musst du der Zulassungsstelle unverzüglich mitteilen (§ 15 FZV). Ziehst du in einen anderen Zulassungsbezirk, wird das Fahrzeug umgeschrieben. Dein Kennzeichen kannst du in der Regel behalten.
  • Rundfunkbeitrag: Melde die Adressänderung beim ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice online.
  • Finanzamt: Die Meldebehörde meldet den Wohnsitzwechsel zwar an das Bundeszentralamt für Steuern (Steuer-ID), dein örtliches Finanzamt bekommt aber keine automatische Mitteilung für deine Post. Teile ihm deine neue Anschrift am besten selbst mit, etwa über ELSTER, vor allem wenn du noch Bescheide erwartest.
  • Krankenversicherung, Bank, Arbeitgeber: Informiere alle relevanten Stellen über die neue Adresse.
  • Nachsendeauftrag: Richte ihn bei der Deutschen Post ein, damit Briefe dich weiter erreichen. Für private Kunden kostet er für 6 Monate 31,90 Euro online oder 34,90 Euro in der Filiale (Stand: Oktober 2026). Die optionale Nachsendung von DHL Paketen und Päckchen ist seit dem 1. Juli 2024 entfallen.
Umzug-Essentials: Das brauchst du wirklich
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Die Ummeldung selbst ist in der Regel kostenlos. Wegen des Umzugs brauchst du keinen neuen Personalausweis. Ist er abgelaufen, kann ein gültiger Reisepass die Ausweispflicht ebenfalls erfüllen. Die Gebühren für Ausweis oder Meldebescheinigung erfährst du bei deiner Kommune. Willst du außerdem wissen, was der Umzug insgesamt kostet, kannst du das mit dem Umzugskostenrechner abschätzen.

Häufige Fragen

Was brauche ich für die Ummeldung nach dem Umzug?

Du brauchst einen Identitätsnachweis, also gültigen Personalausweis oder Reisepass, und grundsätzlich die Wohnungsgeberbestätigung. Ein ausgefülltes Anmeldeformular ist nur nötig, wenn deine Meldebehörde es verlangt. Je nach Situation und Kommune kommen weitere Unterlagen dazu, etwa Geburts- oder Heiratsurkunde.

Wie lange habe ich Zeit für die Ummeldung nach dem Umzug?

Du musst dich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug anmelden (§ 17 BMG). Bei Fristüberschreitung droht ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro (§ 54 BMG).

Was ist die Wohnungsgeberbestätigung und wo bekomme ich sie?

Die Wohnungsgeberbestätigung ist ein Formular, mit dem dein Wohnungsgeber deinen Einzug bestätigt. Er muss sie dir innerhalb von zwei Wochen ausstellen (§ 19 BMG). Bei Untervermietung ist das in der Regel der Hauptmieter. Verweigert er sie oder bekommst du sie nicht rechtzeitig, musst du das der Meldebehörde unverzüglich mitteilen (§ 19 Abs. 2 BMG).

Muss ich mich beim alten Einwohnermeldeamt abmelden?

Bei einem Umzug innerhalb Deutschlands in der Regel nicht. Du meldest dich nur bei der neuen Wohngemeinde an, die alte Meldebehörde wird darüber informiert. Eine Abmeldung ist vor allem bei einem Wegzug ins Ausland nötig.

Kostet die Ummeldung etwas?

Die Ummeldung selbst ist in der Regel kostenlos. Für zusätzliche Bescheinigungen können je nach Kommune Gebühren anfallen. Frag am besten bei deinem Einwohnermeldeamt nach.

Kann ich die Ummeldung online erledigen?

Das hängt von deiner Kommune ab. Ist sie an die elektronische Wohnsitzanmeldung angeschlossen, brauchst du ein Nutzerkonto (z. B. BundID), einen Ausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion und PIN, die AusweisApp und gegebenenfalls die Wohnungsgeberbestätigung. Ansonsten kannst du in vielen Städten zumindest einen Termin online buchen.

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